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– unter diesem Motto kehrte der Bundeskongress (BuKo) der Jungen Liberalen vom 9. – 11. April nach Bonn zurück, wo die liberale Jugendorganisation 1980 gegründet worden war. Für die JuLis Nürnberg waren Michael Lindner und Wiebke Mueller vor Ort.
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Der erste Kongresstag stand ganz im Zeichen der Vorstandsneuwahlen. Nach 5 Jahren im Amt trat Johannes Vogel – inzwischen MdB und arbeitsmarktpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion – als Vorsitzender der JuLis zurück. Als Nachfolger stellten sich Lasse Becker (Hessen) und Leif Schubert (Baden-Württemberg) mit rhetorisch starken Reden vor. Nachdem Schubert im ersten Wahlgang eine Stimme zur nötigen, absoluten Mehrheit gefehlt hatte, konnte Becker im zweiten Wahlgang die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Die Wahl des restlichen Vorstands, bestehend aus vier Stellvertretern und sechs Beisitzern, zog sich anschließend bis in den frühen Samstagmorgen. Für die bayerischen JuLis wird, nach einer Amtszeit als Beisitzer, Johannes Wolf (Miltenberg) nun als Pressesprecher im Bundesvorstand vertreten sein.
Am Samstag ging es nach der Wahl des Ombudsmannes und der Kassenprüfer schließlich in die Antragsberatung. Es wurde über Internetsperren und Atomausstieg debattiert und schließlich die Satzung der JuLis modernisiert, bevor dann endlich der lang ersehnte Leitantrag „Familie ist mehr!“ auf der Tagesordnung stand.
In unserem neuen, offenen und toleranten Familienbild sprechen wir JuLis uns deutlich für eine Gleichbehandlung aller Arten von Verantwortungsgemeinschaften aus. Wir fordern die Schaffung des Rechtsinstituts der „Eingetragenen Verantwortungsgemeinschaft“, die vor dem Standesamt geschlossen werden kann, sobald Menschen, egal wie viele, Verantwortung füreinander übernehmen. Somit gehen Ehe und eingetragene Lebensgemeinschaft darin auf. Zudem heben wir uns damit befasst, wie die Verantwortungsgemeinschaft in Steuer-, Unterhalts- und Erbschaftsfragen und Sozialleistung zu behandeln wäre.
Beendet wurde der zweite Kongresstag schließlich mit einer Aktion der JuLis NRW, die unter dem Motto „Aufsteigerland NRW“ gelbe Luftballons an die Anwesenden verteilten. Um 18 Uhr ließen dann Delegierte und Gäste die rund 300 Ballons mit ihren Wünschen in den strahlend blauen Abendhimmel aufsteigen.
Am letzten Kongresstag stand der Besuch des FDP-Generalsekretärs und JuLi-Mitglieds Christian Lindner im Mittelpunkt. In seiner Rede sprach er unter anderem Themen wie Hinzuverdienstmöglichkeiten von Kindern in sogenannten „Hartz-IV-Familien“ und das Ende der Steinkohlesubventionen an. Er ging auf einen gemeinsam mit dem Bundesumweltminister Norbert Röttgen verfassten Artikel zur Modernisierung der Sozialen Marktwirtschaft ein und kritisierte die Opposition für ihre Hinwendung zu einer „demokratischen Marktwirtschaft“, die unweigerlich in Sozialismus münden würde. In der anschließenden Aussprache, bei der man sich in entspannter JuLi-Manier selbstverständlich duzte, hatten einige JuLis die Möglichkeit, den neuen Generalsekretär mit ihren Fragen zu löchern. Und für alle, die es aus Zeitgründen nicht mehr auf die Rednerliste schafften, hat Christian Lindner eine Alternative parat: „Mein E-Mail-Account steht Euch immer zur Verfügung. Ich lese und schreibe selbst!“
Wiebke Mueller, JuLis Nürnberg

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